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Warburg-Effekt
- Krebszellstoffwechsel -

Otto Heinrich Warburg *1883 - † 1970
Biochemiker, Arzt, Physiologe
Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1931
"Für die Entdeckung der Natur und der Funktion des
Atmungsferments"
Wie man
Krebszellen von innen verbrennt: Forscher aus Jena und Potsdam
beweisen nach über 80 Jahren die
Warburg-Hypothese
Jena (09.01.06) Krebs entsteht durch das ungehemmte Wachstum von
fehlprogrammierten körpereigenen Zellen. Die Geschwindigkeit des Wachstums ist
abhängig von Stoffwechselprozessen, die Energie bereitstellen. Entweder wird die
Energie aus der Vergärung von Zucker gewonnen oder aus der Verbrennung von
Sauerstoff - Letztere findet in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien,
statt. Krebszellen machen zu viel Vergärung und zu wenig Verbrennung. Diese
Hypothese stellte der Medizin-Nobelpreisträger Otto Warburg (1883-1970) bereits
1924 in Berlin auf. Diese seitdem als "Warburg-Hypothese" bezeichnete Annahme
ist ein Klassiker der medizinischen Grundlagenforschung und wurde trotz
intensiver Anstrengungen nie überzeugend widerlegt, aber ebenso wenig bewiesen.
Bis heute! Denn eine Gruppe von Jenaer und Potsdamer Wissenschaftlern hat jetzt
den Nachweis geführt und nach über 80 Jahren die Warburg-Hypothese endlich
beweisen können. Ihre Forschungsergebnisse werden am 13. Januar im "Klassiker"
der biochemischen Fachzeitschriften, dem "Journal of Biological Chemistry",
veröffentlicht.
Das Wissenschaftlerteam von den Universitäten Jena und Potsdam sowie dem
Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke bewies am Beispiel
von Dickdarmkrebs das Oxidationsproblem von Tumorzellen. Die Forscher zwangen
die Krebszellen mehr zu atmen, also oxidativen Stoffwechsel zu betreiben. Sie
nutzen dazu als "Werkzeug" das Protein Frataxin, welches sie mittels
molekularbiologischer Techniken in die Mitochondrien einsetzten. Mit Hilfe
dieses Werkzeugs konnten die Stoffwechselaktivitäten in den Krebszellen erhöht
werden. Im Ergebnis verloren die Zellen die Fähigkeit, bösartige Geschwulste in
Versuchstieren zu bilden. "Der Tumor hört im Prinzip auf zu wachsen, weil er
gegen seinen Willen vermehrt Sauerstoff verbraucht", fasst Projektleiter Prof.
Dr. Michael Ristow von der Universität Jena das Ergebnis zusammen. Damit
bewiesen die Forscher, dass die Geschwindigkeit des Tumorwachstums von den
Stoffwechselprozessen abhängig ist und dass dies erfolgreich beeinflusst werden
kann.
Doch das interdisziplinäre Forscherteam war mit diesem ersten Beweis der
Warburg-Hypothese noch nicht zufrieden. In einer weiteren Studie schalteten sie
im Tierversuch den oxidativen Stoffwechsel in Leberzellen aus. Im Ergebnis
breiteten sich nicht nur Tumorzellen schneller aus. "Selbst anfänglich ,gesunde'
Zellen begannen, wie Tumore zu wachsen", erläutert Prof. Ristow. Mit diesem
Resultat, das bereits am 15. Dezember 2005 in der hochkarätigen Fachzeitschrift
"Human Molecular Genetics" publiziert wurde, und dem Erstbeweis sind sich die
Forscher sicher, einen wichtigen Mechanismus der Tumorausbreitung entschlüsselt
und experimentell angewandt zu haben.
Jetzt wollen die Forscher damit beginnen, weitere pharmazeutisch wirksame
Agenzien zu suchen, um den Stoffwechsel von Krebszellen zu erhöhen. Außerdem
will Prof. Ristow erforschen, ob dieses Prinzip für alle Tumorarten gilt. "Der
Nachweis dauert mindestens drei Jahre", weiß der Jenaer Lehrstuhlinhaber für
Humanernährung um den Zeitraum. Und auch zu große Hoffnungen in schnelle Heilung
von Tumorerkrankungen sollte man zurückstellen. Denn, so Ristow, es dauere
selbst im Idealfall weitere fünf bis zehn Jahre, ehe ermittelt sein wird, ob
dieser Behandlungsansatz überhaupt im krebskranken Menschen umzusetzen ist.
Wie man
Krebszellen von innen verbrennt
Veröffentlicht am: 09.01.2006
Veröffentlicht von:Axel Burchardt
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Persönlicher Hinweis:
In unserer Praxis bieten wir seriöse additive
(ergänzende Maßnahmen) Krebstherapie an.
Die jetzt bestätigten Thesen von Warburg sind bei uns schon immer Grundlage
ganzheitlicher Therapie.
Interessant auch in diesem Zusammenhang die Themen:
- Mitochondrien
-
Dichloressigsäure (mitochondriotrope Substanz)
- Labordiagnose
der Mitochondrienfunktion
-
Die
Cellsymbiosis-Therapie nach Kremer
- Nitrostress
Liebe Leser:
Nachfolgend finden Sie wichtige Infos im Zusammenhang mit dem Thema
Zellatmung / Warburg Effekt.
Wir aktualisieren ständig und gliedern die Recherchen in 2 Bereiche:
- Pressemitteilungen
-
Nationale
und
internationale
neueste
Studien
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Bezügl. der nachfolgenden Veröffentlichungen: |
Pressemitteilungen
Warburg-Effekt: Neuer Ansatz für
die Diagnose und Therapie von Krebs bestätigt
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
- DailyNet,
05.02.09
Krebsforscher finden Beleg für
Warburg-Theorie
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
- NetTribune, 17.01.09
Wissenschaftliche Fakten über die großen Mythen des Säure-Basen- und
Energiestoffwechsels von gesunden und malignen Zellen
Ludwig Manfred Jacob, Arzt
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
- Dr. Jacob`s Institut für komplementärmedizinische Forschung 19.05.2008
Bahnbrechende Erkenntnisse zum Verständnis von Krebs in der aktuellen
Ausgabe von ‘Nature’ veröffentlicht: ‘M2-PK’ als Schlüsselenzym für
Krebsdiagnostik und -therapie identifiziert
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
- Innovationsreport, 14. April 2008
Zur Warburg-Theorie: : Über den Stoffwechsel der Carcinomzelle
Von Otto Warburg, Karl Posener und Erwin Negerlein (Sept.1924)
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
- Pathologie Frankfurt (Pdf. Dokument)
Krebszellen unter Zwangsbeatmung:
Eine Bestätigung der Warburg-Hypothese?
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
- Neue Zürcher Zeitung, 04.04.07
Richtungsänderung in der Krebsforschung
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
- Medica, 23.08.2006
Forschungsministerium unterstützt neue Ansätze in der Krebsforschung
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
-
Innovationsreport,
19.07.06
Warburgs Hypothese zum Krebszellstoffwechsel ohne O² ist bewiesen!
Zellatmung / Warburg Effekt
Artikel
- Heiner Gerke, Die Naturheilkunde 1/06 (Pdf. Dokument)
Nationale
und
internationale
neueste
Studien und wissenschaftliche Arbeiten
Der
Einfluss von Ascorbat, 2-Deoxy-D-Glukose und Dichlorazetat auf das Wachstum und
den Glukosestoffwechsel von Neuroblastomzellen mit und ohne N-myc-Amplifikation
Zur Erlangung des Doktorgrades der Medizin der Medizinischen Fakultät der
Eberhard-Karls-Universität zu Tübingen. Aus der Universitätsklinik für Kinder-
und Jugendmedizin Tübingen. Abteilung Kinderheilkunde I mit Poliklinik
(Schwerpunkt: Allgemeine Pädiatrie, Hämatologie und Onkologie) Ärztlicher
Direktor: Professor Dr. R. Handgretinger. Dekan: Prof. Dr. I. B. Autenrieth ,
1. Berichterstatter: Prof. Dr. G. Bruchelt , 2. Berichterstatter: Prof.
Dr. G. Fierlbeck
Zellatmung / Warburg Effekt
Cancer proliferation and therapy: the Warburg effect and quantum metabolism
Zellatmung / Warburg Effekt
Full article
-
Theoretical Biology and Medical Modelling 2010, 7:2 doi:10.1186/1742-4682-7-2,
Publication date 19 January 2010 (Pdf. Dokument)
Hemmung
des Zuckerstoffwechsels in Krebszellen als Ansatzpunkt neuer Krebstherapien
durch Forschungsgruppe der Johns Hopkins Universität bestätigt
Zellatmung / Warburg Effekt
Volltext
-
Johannescoy.de, Pressemitteilung Johns Hopkins Universität, 22.12.2009 (Pdf.
Dokument)
PKM2 Tyrosine
Phosphorylation and Glutamine Metabolism Signal a Different View of the Warburg
Effect
Zellatmung / Warburg Effekt
Article
-
C.
V. Dang ,Sci. Signal., November 17, 2009; 2(97): pe75 - pe75.
Role of MYC and HIF in the
Warburg Effect and Tumorigenesis
Zellatmung / Warburg Effekt
Full article
-
C.
V. Dang, Am. Assoc. Cancer Res. Educ. Book, April 14, 2007; 2007(1): 69 - 74.
www.CFS-Center.de : Das chron. Erschöpfungssyndrom könnte auch Ihr Thema sein!
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Autor dieser Seite ist T.C. Hollmann - Last Update 191210
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