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NATURHEILZENTRUM T.C. HOLLMANN
EBV, CFS Schwerpunktzentrum Diagnostik - Therapie - Forschung. Seit 1980 in Wuppertal, Heilpraktiker
Resveratrol
- der Schlüssel zur Langlebigkeit -

 

Resveratrol

In vino vis vitalis
 

Resveratrol ist eine natürliche Substanz, die von Pflanzen in besonders hohem Maße bei Pilzinfektionen, Schädigungen, Stress z.B. bei extremer Trockenheit oder Hitze, und bei hoher UV-Strahlung gebildet wird. Es wird postuliert, das Resveratrol dabei ein bedeutender Teil des pflanzlichen Schutzsystems gegenüber Krankheit und andere Schäden ist. Resveratrol wird in hohen Konzentrationen in der Schale der roten Weintraube, aber auch in der Himbeere, Maulbeere, Erdnüssen und anderen Pflanzen, wie bestimmten Knötericharten gefunden. Rotwein war schon in der Antike als gesundheitsförderndes Getränk bekannt. Hippokrates (460 - 370 v. Chr.) empfahl die Gabe von Wein als Beruhigungs- und Schlafmittel, als Stärkungsmittel für Genesende und als Schmerzmedikation bei Herz-Kreislauf- Erkrankungen. In der indischen Ayurveda-Medizin wurde bereits vor mehr als 2000 Jahren der fermentierte Saft von roten Trauben zur Behandlung von Herzerkrankungen verwendet. Ein Grund für die gefäßschützende Wirkung von Rotwein: der Inhaltsstoff Resveratrol. Dieser wurde erstmals 1963 im Japanischen Knöterich (Polygonum cuspidatum) isoliert und identifiziert. Diese Pflanze wurde in der japanischen Medizin zur Behandlung von Entzündungen und Herzerkrankungen eingesetzt. In Weintrauben wurde Resveratrol erstmals 1976 nachgewiesen. Vor 20 Jahren tauchte zum ersten Mal der Begriff des "Französischen Paradoxon" auf. Hinter diesem Phänomen steckt die Tatsache, dass die Franzosen - vor allem die Südfranzosen - trotz reichhaltiger und fettreicher Ernährung bis zu 40% weniger kardiovaskulären Erkrankungen entwickeln, als andere vergleichbare Zivilisationsgesellschaften. Eine Erklärung wurde rasch gefunden: Es ist der hohe Rotweinkonsum der Franzosen, der sich gefäßschützend auswirkt. In den letzten Jahren zeichnete sich immer mehr ab, das Resveratrol eine besondere Rolle bei der Erklärung dieses Phänomens spielt.(*1)

Was sagt die Wissenschaft:
Es gilt als gesichert, dass die Stoffklasse der Sirtuine ein phylogenetisches Erbe aller Eukaryonten ist. Sirtuine haben aufgrund ihrer DNA-stabilisierenden Funktion eine Schlüsselrolle im Schutz gegen Krebs, Übergewicht, Muskelerkrankungen, entzündliche und neurodegenerative Prozesse. Viele Sirtuin-aktivierenden Substanzen, so das Resveratrol aus Rotwein oder Knöterich, sind bereits lange Zeit für ihre gesundheitsfördernden und lebensverlängernden Wirkungen bekannt. Resveratrol und eine weiterer Sirtuin-aktivierender Stoff (auch STACs - SirTuin Activating Compounds genannt), das Fisetin, wurden im Labor einer bestimmten Wurmart gefüttert. Diese genmanipulierten Tiere sterben normalerweise sehr frühzeitig, denn sie dienen als  Modellorganismen für die menschliche Huntington-Krankheit. Die so supplementierten Tiere lebten signifikant länger als sonst. 

Aber wie genau wirken diese Substanzen eigentlich?
Einer der effektivsten Methoden der Lebensverlängerung, zumindest bei Labortieren, besteht in der Einschränkung derer Kalorienzufuhr um etwa 30% - 40% unter Beibehaltung der Verabreichung notwendiger Nährstoffe.  Bis zu 50% der normalen Lebensspanne lassen sich so dazu gewinnen. Beim Menschen liegen Ergebnisse vor , die in die gleiche Richtung weisen, und in den USA bereitet das National Institute on Aging eine Studie an menschlichen Probanden zu diesem Thema vor. Allerdings wäre dieses Vorgehen bei unserer Spezies eben so wenig praktikabel wie beliebt, von unerwünschten Wirkungen wie z. B. Unfruchtbarkeit einmal ganz abgesehen.
Im Zuge der Untersuchungen zu diesem Phänomen sind Wissenschaftler jedoch hinter die genetischen und biochemischen Mechanismen gekommen, die weit mehr als ein längeres Leben bewirken. "Die meisten mit dem Alter zunehmenden Krankheiten, darunter Krebs, Diabetes und selbst neurodegenerative Erkrankungen treten seltener auf".
Bei der Stressantwort des Gesamtorganismus auf Nahrungsknappheit, aber auch auf Hitze, Wassermangel und andere widrige Umstande, werden unsere "Langlebigkeitsgene" der SIR-Klasse (Silent  Information Regulator) aktiviert, die wiederum SIR-Enzyme aktivieren. Diese Proteine vermitteln positive Effekte im Bereich mitochondrale Energieproduktion, Zellschutz, -abwehr und -reparatur, Entgiftung von Wasserstoffperoxid, u.v.m. im Sinne einer Optimierung der Überlebenschancen. Diese Substanzklasse, so lässt sich folgern, fördert also Gesundheit auf der grundlegendsten, nämlich der zellularen und mitochondrialen Ebene.

 

Liebe Leser:
Nachfolgend finden Sie wichtige Infos im Zusammenhang mit dem Thema Resveratrol:
Wir aktualisieren ständig und gliedern die Recherchen in 2 Bereiche:

- Pressemitteilungen
- Dissertationen und wichtige wissenschaftliche Arbeiten

Bezügl. der nachfolgenden Veröffentlichungen:
Es werden Forschungsergebnisse oder Verfahren oder Methoden vorgestellt, die ich persönlich für hochinteressant halte. Ob die Ergebnisse in einigen oder mehreren Publikationen wissenschaftlich hinreichend gesichert sind, ist nicht gesagt. Die Schulmedizin verlangt hierfür randomisierte, multizentrische, placebokontrollierte klinische Studien und Veröffentlichungen in den führenden Fachzeitschriften.  Ich möchte Ihnen aber auch gerne schon lange vor dieser oftmals nicht zu bewältigenden Hürde interessante neue Ergebnisse zeigen. 

Pressemitteilungen


Die Wundersubstanz, die aus der Traube kommt
Resveratrol Artikel - Welt Online, 09.08.10


Antioxidantien im Rotwein bremsen Entzündungen
Resveratrol Artikel - Welt Online, 03.08.09


Studie: Rotwein-Bestandteil Resveratrol verzögert Alterserscheinungen
Resveratrol Artikel - Dt. Ärzteblatt, 04.07.08


Resveratrol: Schlüssel für ein langes Leben?
Resveratrol Artikel - Bernd Kleine-Gunk, Pharmazeutische Zeitung


Krebs-vorbeugende Eigenschaften von Resveratrol
Resveratrol Artikel - Chemie-im-Alltag 2007


Resveratrol moduliert den Polyaminstoffwechsel kolorektaler Karzinomzellen über zwei unterschiedliche Signaltransduktionswege
Resveratrol Artikel - Z Gastroenterol 2004; 42, DOI: 10.1055/s-2004-831731

 

Dissertationen und wichtige wissenschaftliche Arbeiten:

 

Englisch
Resveratrol may contribute to breast cancer prevention
Resveratrol Full article - Cancer Prev Res. 2008;1:135-145, Posted July 29, 2008


Screening pflanzlicher Extrakte auf Aktivierung des humanen Peroxisomen-Proliferator-aktivierten Rezeptors und seiner Subtypen
Zur Erlangung des Doktorgrades der Naturwissenschaften, Fachbereich Biochemie, Chemie und Pharmazie der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main. Dekan: Prof. Dr. H. Schwalbe, Gutachter: Prof. Dr. M. Schubert-Zsilavecz, Prof. Dr. T. Dingermann
Resveratrol Dissertation - Vorgelegt von Oliver Rau aus ErBach (Odw.), Publikationsdatum: 18.07.2007 (Pdf. Dokument)


Englisch
Resveratrol beeinflusst Signalwege / The polyphenols resveratrol and caffeic acid phenethyl ester: their influence on growth-related signaling pathways in vascular smooth muscle cells
Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1. Gutachter: Prof. Dr. Verena M. Dirsch, 2. Gutachter: PD Dr. Wolfgang Erl
Resveratrol Dissertation - Vorgelegt von Thomas Ulrich Roos aus Albstadt-Ebingen, Mündliche Prüfung am: 10.11.2006 (Pdf. Dokument)

Vom Antioxidanz zum Genregulator : transkriptionelle Regulation von Phase I- und Phase II-Enzymen durch Vitamin E und antioxidative sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe
Zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Naturwissenschaften - doctor rerum naturalium (Dr. rer. nat.) - in der Wissenschaftsdisziplin
Biochemie der Ernährung". Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke Abteilung Biochemie der Mikronährstoffe. Gutachter/innen: Prof. Dr. Regina Brigelius-Flohé, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke Abteilung Biochemie der Mikronährstoffe, Prof. Dr. Doris Marko Universität Karlsruhe (TH), Institut für Angewandte Biowissenschaften, Abteilungen für Lebensmittelchemie und Lebensmitteltoxikologie, Prof. Dr. Thomas Kietzmann Technische Universität Kaiserslautern Fachbereich Chemie, Institut für Biochemie
Resveratrol Dissertation - Vorgelegt von Dirk Kluth aus Potsdam, Publikationsdatum: 26.10.2006 (Pdf. Dokument)


Untersuchungen über die Resveratrol-induzierte Kolontumorzellapoptose in Abhängigkeit des proapoptotischen Bak-Proteins
Zur Erlangung des Grades eines Dr. med. vet. beim Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen. Aus dem Institut für Virologie des Fachbereiches Veterinärmedizin, Betreuer: Prof. Dr. Heinz-Jürgen Thiel und den Instituten für Infektionsmedizin, Institut für Virologie der Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar. Betreuer: Priv. Doz. Dr. Klaus Roemer. 
Resveratrol Dissertation - Vorgelegt von Thorsten Pöhland aus Saarlouis, Tag der Disputation: 13. Juli 2005 (Pdf. Dokument)


Der Einfluss von Phytoestrogenen auf Estrogenrezeptor gesteuerte Expressionsmuster in unterschiedlichen Zellpopulationen Untersuchung potentieller pflanzlicher Alternativen zur Hormonersatztherapie in der Menopause
Zur Erlangung des Doktorgrades des Fachbereiches Chemie der Universität Hamburg
1. Gutachter: Prof. Dr. J. Westendorf, 2. Gutachter: Prof. Dr. M. Korth
Resveratrol Dissertation - Vorgelegt von Katharina Effenberger aus Hamburg, Tag der Disputation: 16.Juli 2004 (Pdf. Dokument)


Englisch
Resveratrol Attenuates Vascular Smooth Muscle Cell Hypertrophy and Hyperplasia: Elucidation of Signalling Pathways
Zur Erlangung des Doktorgrades der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität München
1. Gutachter Priv. Doz. Dr. V. M. Dirsch, 2. Gutachter Prof. Dr. M. Biel
Resveratrol Dissertation - Vorgelegt von Ursula Haider aus Trostberg, Mündliche Prüfung am 14.03.03 (Pdf. Dokument)


Molekulare Mechanismen der antiproliferativen Wirkung sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe am Beispiel von Resveratrol
Aus dem Zentrum der Inneren Medizin der Johann Wolfgang Goethe Universität Medizinische Klinik II. Leiter: Prof. Dr. W. F. Caspary, Frankfurt am Main. Inauguraldissertation zur Erlangung des Doktorgrades Dr. oec. troph. im Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der Justus Liebig Universität Gießen. Dekan Prof. Dr. W. Köhler, Vorsitzende des Promotionsausschusses Haushalts- und Ernährungswissenschaften Prof. Dr. K. Becker-Brandenburg, Prüfungsvorsitzender Prof. Dr. E. Weigand, 1. Gutachterin Prof. Dr. K. Becker-Brandenburg, 2. Gutachter Prof. Dr. Dr. J. Stein, Prüferin Prof. Dr. M. Neuhäuser-Berthold (3. Gutachterin), Prüfer Prof. Dr. M. Krawinkel
Resveratrol Dissertation - Vorgelegt von Dipl.Oec.Troph. Freya Wolter aus Dreieich, Disputationstermin 14.02.2003 (Pdf. Dokument)

*1 Quelle: www.Antox.de: Longevinex



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Verschiedene meiner Ausführungen zur Krankheitsentstehung und den von mir angebotenen Behandlungsmethoden und deren Wirkungen sind teilweise wissenschaftlich nicht belegt und von der Schulmedizin (noch) nicht anerkannt. Siehe auch Disclaimer. Das kann sich ändern, wie z.B. bei der Akupunktur, welche von der Komplementärmedizin zur Kassenleistung avancierte. Ungefähr 50.000 Ärzte für Naturheilverfahren und etwa 20.000 Heilpraktiker praktizieren mit ähnlichen Verfahren wie wir nach dem Motto: "Wer heilt hat Recht!"
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