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Wir sind stolz, nach den HON Code Kriterien zertifiziert zu sein ("Medizinische Information, der Sie trauen können!"). Verschiedene meiner Ausführungen zur Krankheitsentstehung und den von mir angebotenen Behandlungsmethoden und deren Wirkungen sind teilweise wissenschaftlich nicht belegt und von der Schulmedizin (noch) nicht anerkannt. Siehe auch Disclaimer. Das kann sich ändern, wie z.B. bei der Akupunktur, welche von der Komplementärmedizin zur Kassenleistung avancierte. Ungefähr 50.000 Ärzte für Naturheilverfahren und etwa 20.000 Heilpraktiker praktizieren mit ähnlichen Verfahren wie wir nach dem Motto: "Wer heilt hat Recht!" |
Rituximab und
CFS
- Eine hoffnungsvolle Studie-

B-Lymphozyt
Chronisch erschöpfte und müde
Menschen mit dem so genannten CFS haben meistens schon
eine jahrelange Leidensgeschichte hinter sich und viele Therapieversuche und
auch Eigenversuche mehr oder minder erfolglos durchgemacht. Die meisten geben
niemals die Hoffnung auf und suchen nach den fehlenden Puzzleteilen. Es gibt in
ganz Deutschland keine einzige universitäre Einrichtung, die alle die dazu
nötigen Fachrichtungen an einem Tisch vereint, die es bräuchte, um das
Krankheitsbild zu verstehen.
Es hat sich inzwischen in unserer Schwerpunktpraxis für CFS herausgestellt, dass
es keinen einzigen CFS Patienten gibt, der nicht eine erhebliche Multiinfektion
in sich trägt. Geeignete Labormethoden bringen es objektiv an den Tag. Natürlich
ist es wichtig, dass man im Vorfeld ähnliche Erkrankungen heraus filtert, wie
zum Beispiel eine Major Depression oder ein Burnout-Syndrom, uvm.
Ich glaube, alle fachlich Beteiligten sind sich darüber einig, dass eine
erhebliche Immunstörung vorliegt. Erniedrigte Killer Zell Funktionen
beispielsweise, oder einer Störung der Th1 Th2 Immunbalance oder Anzeichen für
eine chronische Entzündung ("Silent Inflammation"), um nur einige zu nennen.
Nachdem der
XRMV Hype nun - Gott sei Dank - beendet ist, kommt eine hoffnungsvolle
Pilotstudie heraus. Diese stammt aus der Universitätsklinik Bergen, Norwegen und
hat den Titel:
"Benefit from B-Lymphocyte Depletion Using the Anti-CD20 Antibody Rituximab in
Chronic Fatigue Syndrome. A Double-Blind and Placebo-Controlled Study"
Wie so oft in der Medizin, hat der Zufall wieder einmal Pate gestanden. Ein
Patient der wegen einer chronischen Lymphom Erkrankung mit einem monoklonalen
Antikörper namens Rituximab behandelt wurde, berichtete anschließend, dass sein
CFS, sein Chronisches Erschöpfungssyndrom, wesentlich gebessert sei.
Irgendwann ließ dann aber die Wirkung des Antikörpers nach und das CFS stellte
sich wieder ein!
Die norwegischen Ärzte stellten daraufhin die Arbeitshypothese auf, dass Teile
des Immunsystems, nämlich die B-Lymphozyten im Zusammenhang mit CFS stehen
müssen. Das Rituximab sei ja ein Antikörper, der die B-Lymphozyten reduziert.
Rituximab wird übrigens nicht nur gegen Lymphome, sondern auch gegen
Autoimmunerkrankungen und Rheuma eingesetzt.
Darauf folgte eine Pilotstudie mit 30 Patienten, allesamt erfüllten die
Fukudakriterien des CFS ( in meinem CFS Fragebogen benutzen wir die
Weiterentwicklung, die sog. "Kanadisch klinischen Kriterien"!).
Zu den Kriterien gehören bekanntlich eine Krankheitsdauer von mehr als 6 Monaten
und mindestens 4 von 8 positiven CFS Kriterien. Eines der wichtigsten ist dabei
die Erschöpfung nach körperlicher Anstrengung, anhaltend über mehrere Tage.
Die 30 Patienten nun wurden in 2 Gruppen geteilt und die Verumgruppe bekam im
Abstand von 2 Wochen eine hochdosierte Kurzinfusionen mit Rituximab.
Nebenbei bemerkt: die verwendeten 500 mg Rituximab pro Infusionen kosten bei uns
über 2000 €uro!
10 von 15 Patienten in der Rituximab Gruppe sprachen deutlich oder gut an, in
der Placebogruppe.
"Die Therapiewirkung hielt im Durchschnitt 25 Wochen an. Mit dem Wiederauftreten
von CD20-Zellen stellten sich auch die Symptome des CFS wieder ein. Vier
Patienten waren aber auch nach Abschluss der Studie noch in „Remission“. Fluge
und Mella (Die norwegischen Ärzte) glauben allerdings, dass es auch bei ihnen
früher oder später zu einem Rezidiv kommt, wie dies die Erfahrungen bei der
rheumatischen Arthritis und anderen Autoimmunerkrankungen zeigen. In den beiden
laufenden Folgestudien erhalten die Patienten deshalb in den Monaten 3, 6, 10
und 15 Folgeinfusionen" (Quelle: Deutsches Ärzteblatt).
Weitere Studien in verschiedenen Zentren werden in den nächsten Jahren
sicherlich folgen (Der Hersteller macht riesige Umsätze mit Rituximab und wird
sicherlich Studien fördern). Das wird helfen, die Krankheit besser zu verstehen.
An dieser Stelle sei also deutlich betont: es handelt sich um keine etablierte
Therapie und schon gar nicht um eine von Krankenkassen und Versicherern
getragene Therapie.
Warum ist diese Nachricht dennoch enorm wichtig?
Weil Sie hervorragend in den erfolgreichen Therapieansatz meiner
immunmodulatorischen Therapie passt. Mithilfe des großen
Immunstatus kann man relativ und absolut die
erwähnten B-Zellen (CD20...CD19...) messen und vor und nach Therapie
kontrollieren.
Die so genannte Th1 Th2 Balance mit den Botenstoffen,
den Zytokinen, spielt ebenfalls eine große Rolle, denn die allermeisten CFS
Patienten haben eine schwere Schieflage im zellulären Immunsystem und ein
Überwiegen der so genannten Th2 Zytokine.
Autoimmune Tendenzen behandeln wir gezielt und innovativ durch biologische
TNF Alpha Blocker.
Man kann davon ausgehen, dass der Hintergrund des Therapieerfolges durch
Rituximab noch ganz und gar nicht verstanden worden ist. Viele Fragen sind
offen. Eines ist aber klar: durch Rituximab wurden die B-Zellen stark reduziert
und damit deren immunologischen Auswirkungen außer Gefecht gesetzt.
Meine Überlegungen gehen aber
darüberhinaus in eine weitere Richtung: bekanntlich begann bei einem sehr großen
Teil aller meiner CFS Patienten die Erkrankung schlagartig mit einem
Pfeiffer´schen Drüsenfieber bzw. einer EBV
Infektion. Das ist Fakt, das kann man nicht ignorieren.
Gerade vom Epstein-Barr Virus aber ist bekannt, dass es die B-Zellen des
Immunsystems
nachhaltig infiziert.
Umso verwunderlicher, dass die Norweger diese Tatsache gar nicht mit dem CFS in
Verbindung gebracht haben.
Wenn man mit Rituximab die Träger des Epstein-Barr Virus, die B-Lymphozyten
reduziert, dann wird man auch insgesamt das EBV Virus schwächen. Das bedeutet
aber noch lange nicht, dass CFS eine Autoimmunerkrankung ist und es bedeutet
noch lange nicht, dass Rituximab eine heilende Wirkung hat. Die Viren
regenerieren sich bekanntlich außerordentlich schnell nach Absetzen von
immununterdrückenden Maßnahmen.
Zu unserer CFS Labordiagnostik gehört selbstverständlich immer die EBV
Diagnostik. Die üblichen ELISA Antikörperbestimmungen der EBV IgG /EBNA
Antikörperbestimmungen oder auch die Genanalyse (PCR) helfen da überhaupt nicht
weiter. Wir können dagegen ganz genau feststellen, wie stark dieses Virus
reaktiviert ist. Man muss nur die richtigen Laboranalysen anwenden.
Bei all den Hunderten unserer CFS Patienten hat sich eine weitere Wahrheit
herauskristallisiert: kein Einziger hat nur eine Mono-Infektion mit einem
Erreger. Es handelt sich immer um eine Multiinfektion mit 3 bis 6 weiteren
Erregern.
Deshalb ist es bei allen Multisystemerkrankungen völlig sinnlos, wen man
nur EBV allein behandelt oder nur die Borreliose
oder nur die Chlamydien oder nur
Candida...
Die Therapie hat selbstverständlich zum Ziel, die Aktivierung des Epstein-Barr
Virus weitestgehend zurückzudrängen, dazu müssen aber auch alle anderen
immun-belastenden Faktoren mit behandelt werden.
Durch die chronische Multiinfektion entsteht ein gravierender
Neurotransmittermangel, den wir im Neurostress
Profil analysieren können und für den es spezielle, biologische und von mir
weiter entwickelte Therapieansätze gibt.
Weitere Themen, wie Mitochondriopathie,
Nitrosativer Stress,
Allergien und Darmgesundheit spielen
peripher auch eine Rolle.
Und schon wird diese ganze CFS Erkrankung eben eine ganzheitliche Erkrankung!!!
und es bräuchte theoretisch 7 Fachmediziner an einem Tisch. Gibt es nicht.
Dass als Folge dieser schweren Beeinträchtigung des täglichen Lebens auch
psychische Probleme auftreten ist wohl klar verständlich.
Von einer primären "Somatisierungsstörung" dagegen darf man nicht ausgehen und
somit ist die Schulmedizin auch da wieder einmal vollkommen auf dem Holzweg des
Ursache - Wirkungsprinzips.

- Rituximab und CFS
- Rituximab und CD20
- Rituximab und B-Lymphozyten
- Rituximab und Rheuma
- Rituximab und Hodgkin Lymphom
- Rituximab und Forschung
- Rituximab und Pemphigus vulgaris
www.CFS-Center.de : Das chron. Erschöpfungssyndrom könnte auch Ihr Thema sein!
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Autor dieser Seite ist T.C. Hollmann - Last Update 211011
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