NATURHEILZENTRUM HOLLMANN / BREIDENBACH
EBV, CFS Schwerpunktzentrum Diagnostik - Therapie - Forschung. Seit 1980 in Wuppertal vertreten.
Rituximab und CFS
- Eine hoffnungsvolle Studie-

Rituximab und CFS
B-Lymphozyt


Chronisch erschöpfte und müde Menschen mit dem so genannten CFS haben meistens schon eine jahrelange Leidensgeschichte hinter sich und viele Therapieversuche und auch Eigenversuche mehr oder minder erfolglos durchgemacht. Die meisten geben niemals die Hoffnung auf und suchen nach den fehlenden Puzzleteilen. Es gibt in ganz Deutschland keine einzige universitäre Einrichtung, die alle die dazu nötigen  Fachrichtungen an einem Tisch vereint, die es bräuchte, um das Krankheitsbild zu verstehen.

Es hat sich inzwischen in unserer Schwerpunktpraxis für CFS herausgestellt, dass es keinen einzigen CFS Patienten gibt, der nicht eine erhebliche Multiinfektion in sich trägt. Geeignete Labormethoden bringen es objektiv an den Tag. Natürlich ist es wichtig, dass man im Vorfeld ähnliche Erkrankungen heraus filtert, wie zum Beispiel eine Major Depression oder ein Burnout-Syndrom, uvm.

Ich glaube, alle fachlich Beteiligten sind sich darüber einig, dass eine erhebliche Immunstörung vorliegt. Erniedrigte Killer Zell Funktionen beispielsweise, oder einer Störung der Th1 Th2 Immunbalance oder Anzeichen für eine chronische Entzündung ("Silent Inflammation"), um nur einige zu nennen.

Nachdem der XRMV Hype nun - Gott sei Dank - beendet ist, kommt eine hoffnungsvolle Pilotstudie heraus. Diese stammt aus der Universitätsklinik Bergen, Norwegen und hat den Titel:
"Benefit from B-Lymphocyte Depletion Using the Anti-CD20 Antibody Rituximab in Chronic Fatigue Syndrome. A Double-Blind and Placebo-Controlled Study"

Wie so oft in der Medizin, hat der Zufall wieder einmal Pate gestanden. Ein Patient der wegen einer chronischen Lymphom Erkrankung mit einem monoklonalen Antikörper namens Rituximab behandelt wurde, berichtete anschließend, dass sein CFS, sein Chronisches Erschöpfungssyndrom, wesentlich gebessert sei.
Irgendwann ließ dann aber die Wirkung des Antikörpers nach und das CFS stellte sich wieder ein!
Die norwegischen Ärzte stellten daraufhin die Arbeitshypothese auf, dass Teile des Immunsystems, nämlich die B-Lymphozyten  im Zusammenhang mit CFS stehen müssen. Das Rituximab sei ja ein Antikörper, der die B-Lymphozyten reduziert. Rituximab wird übrigens nicht nur gegen Lymphome, sondern auch gegen Autoimmunerkrankungen und Rheuma eingesetzt.
Darauf folgte eine Pilotstudie mit 30 Patienten, allesamt erfüllten die Fukudakriterien des CFS ( in meinem CFS Fragebogen benutzen wir die Weiterentwicklung, die sog. "Kanadisch klinischen Kriterien"!).
Zu den Kriterien gehören bekanntlich eine Krankheitsdauer von mehr als 6 Monaten und mindestens 4 von 8 positiven CFS Kriterien. Eines der wichtigsten ist dabei die Erschöpfung nach körperlicher Anstrengung, anhaltend über mehrere Tage.

Die 30 Patienten nun wurden in 2 Gruppen geteilt und die Verumgruppe bekam im Abstand von 2 Wochen eine hochdosierte Kurzinfusionen mit Rituximab.
Nebenbei bemerkt: die verwendeten 500 mg Rituximab pro Infusionen kosten bei uns über 2000 €uro!
10 von 15 Patienten in der Rituximab Gruppe sprachen deutlich oder gut an, in der Placebogruppe.
"Die Therapiewirkung hielt im Durchschnitt 25 Wochen an. Mit dem Wiederauftreten von CD20-Zellen stellten sich auch die Symptome des CFS wieder ein. Vier Patienten waren aber auch nach Abschluss der Studie noch in „Remission“. Fluge und Mella (Die norwegischen Ärzte) glauben allerdings, dass es auch bei ihnen früher oder später zu einem Rezidiv kommt, wie dies die Erfahrungen bei der rheumatischen Arthritis und anderen Autoimmunerkrankungen zeigen. In den beiden laufenden Folgestudien erhalten die Patienten deshalb in den Monaten 3, 6, 10 und 15 Folgeinfusionen" (Quelle: Deutsches Ärzteblatt).

Weitere Studien in verschiedenen Zentren werden in den nächsten Jahren sicherlich folgen (Der Hersteller macht riesige Umsätze mit Rituximab und wird sicherlich Studien fördern). Das wird helfen, die Krankheit besser zu verstehen. An dieser Stelle sei also deutlich betont: es handelt sich um keine etablierte Therapie und schon gar nicht um eine von Krankenkassen und Versicherern getragene Therapie.

Warum ist diese Nachricht dennoch enorm wichtig?
Weil Sie hervorragend in den erfolgreichen Therapieansatz meiner immunmodulatorischen Therapie passt. Mithilfe des großen Immunstatus kann man relativ und absolut die erwähnten B-Zellen (CD20...CD19...)  messen und vor und nach Therapie kontrollieren.
Die so genannte Th1 Th2 Balance mit den Botenstoffen, den Zytokinen, spielt ebenfalls eine große Rolle, denn die allermeisten CFS Patienten haben eine schwere Schieflage im zellulären Immunsystem und ein Überwiegen der so genannten Th2 Zytokine.
Autoimmune Tendenzen behandeln wir gezielt und innovativ durch biologische TNF Alpha Blocker.

Man kann davon ausgehen, dass der Hintergrund des Therapieerfolges durch Rituximab noch ganz und gar nicht verstanden worden ist. Viele Fragen sind offen. Eines ist aber klar: durch Rituximab wurden die B-Zellen stark reduziert und damit deren immunologischen Auswirkungen außer Gefecht gesetzt.

Meine Überlegungen gehen aber darüberhinaus in eine weitere Richtung: bekanntlich begann bei einem sehr großen Teil aller meiner CFS Patienten die Erkrankung schlagartig mit einem Pfeiffer´schen Drüsenfieber bzw. einer EBV Infektion. Das ist Fakt, das kann man nicht ignorieren.
Gerade vom Epstein-Barr Virus aber ist bekannt, dass es die B-Zellen des Immunsystems nachhaltig infiziert.

Umso verwunderlicher, dass die Norweger diese Tatsache gar nicht mit dem CFS in Verbindung gebracht haben.
Wenn man mit Rituximab die Träger des Epstein-Barr Virus, die B-Lymphozyten reduziert, dann wird man auch insgesamt das EBV Virus schwächen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass CFS eine Autoimmunerkrankung ist und es bedeutet noch lange nicht, dass Rituximab eine heilende Wirkung hat. Die Viren regenerieren sich bekanntlich außerordentlich schnell nach Absetzen von immununterdrückenden Maßnahmen.

Zu unserer CFS Labordiagnostik gehört selbstverständlich immer die EBV Diagnostik. Die üblichen ELISA Antikörperbestimmungen der EBV IgG /EBNA Antikörperbestimmungen oder auch die Genanalyse (PCR) helfen da überhaupt nicht weiter. Wir können dagegen ganz genau feststellen, wie stark dieses Virus reaktiviert ist. Man muss nur die richtigen Laboranalysen anwenden.

Bei all den Hunderten unserer CFS Patienten hat sich eine weitere Wahrheit herauskristallisiert: kein Einziger hat nur eine Mono-Infektion mit einem Erreger. Es handelt sich immer um eine Multiinfektion mit 3 bis 6 weiteren Erregern.
Deshalb ist es bei allen Multisystemerkrankungen völlig sinnlos, wen  man nur EBV allein behandelt oder nur die Borreliose oder nur die Chlamydien oder nur Candida...

Die Therapie hat selbstverständlich zum Ziel, die Aktivierung des Epstein-Barr Virus weitestgehend zurückzudrängen, dazu müssen aber auch alle anderen immun-belastenden Faktoren mit behandelt werden.

Durch die chronische Multiinfektion entsteht ein gravierender Neurotransmittermangel, den wir im Neurostress Profil analysieren können und für den es spezielle, biologische und von mir weiter entwickelte Therapieansätze gibt.

Weitere Themen, wie Mitochondriopathie, Nitrosativer Stress, Allergien und Darmgesundheit spielen peripher auch eine Rolle.


Und schon wird diese ganze CFS Erkrankung eben eine ganzheitliche Erkrankung!!! und es bräuchte theoretisch 7 Fachmediziner an einem Tisch. Gibt es nicht.

Dass als Folge dieser schweren Beeinträchtigung des täglichen Lebens auch psychische Probleme auftreten ist wohl klar verständlich.
Von einer primären "Somatisierungsstörung" dagegen darf man nicht ausgehen und somit ist die Schulmedizin auch da wieder einmal vollkommen auf dem Holzweg des Ursache - Wirkungsprinzips.

Rituximab und CFS


 

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Verschiedene meiner Ausführungen zur Krankheitsentstehung und den von mir angebotenen Behandlungsmethoden und deren Wirkungen sind teilweise wissenschaftlich nicht belegt und von der Schulmedizin (noch) nicht anerkannt. Siehe auch Disclaimer. Das kann sich ändern, wie z.B. bei der Akupunktur, welche von der Komplementärmedizin zur Kassenleistung avancierte. Ungefähr 50.000 Ärzte für Naturheilverfahren und etwa 20.000 Heilpraktiker praktizieren mit ähnlichen Verfahren wie wir nach dem Motto: "Wer heilt hat Recht!"
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