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LTT-Immundiagnostik
Patienten Information: LTT Immunstimulantien
Labordiagnostisches Monitoring
von immunstimulierenden Therapien mit dem LTT-Immunstimulation
Die Untersuchung der Immunkompetenz erfolgt mit dem
Lymphozytentransformationstest (LTT).
Mit dem LTT kann zusätzlich zur aktuellen immunkompetenz das individuelle
Ansprechen verschiedener immunstimulierender Präparate objektiviert werden.
CD4-Helfer- und zytotoxische CD8-Lymphozyten sind entscheidend für die
Virusabwehr und maßgeblich an der Tumorüberwachung beteiligt. Funktionsdefizite
dieser Zellen können Ursache und Folge chronisch konsumierender Erkrankungen
sein. Die Rekonstitution des Immunsystems ist eine zentrale Säule bei der
Behandlung von verminderten Infektresistenzen und bei der Begleitung und
Nachsorge von kurativen Tumortherapien.
Die heute im niedergelassenen Bereich am häufigsten verwendeten "biological
response modifiers" (BRM's) sind Pflanzenlektine (Echinacea, Mistelpräparate),
bakterielle Lysate (Arthrokelan, Gynathren) sowie Milz- und Thymuspeptide.
Die Betrachtung der Studienlage zu BRM's, der publizierten Einzelfallberichte
sowie zahlreicher Arbeiten zu den Wirkmechanismen machen deutlich:
- Eine unspezifische Stimulation von Lymphozyten durch BRM's ist
wissenschaftlich erklärbar und im Labor messbar (siehe Befundbericht).
- Der Anteil der Patienten mit nachweisbarem Therapieeffekt liegt allerdings nur
bei 30% bis 60% und ist variabel hinsichtlich der Substanzklasse und sogar des
jeweiligen Präparates.
- Durch monotone kontinuierliche Verabreichung des selben Präparates wird durch
Adaptation des Immunsystems in der Regel eine dauerhafte Immunstimulation nicht
erreicht.
- Eine fortgesetzte Immunstimulation nach Erreichen einer (für diesen Patienten)
optimalen Immunfunktion kann zum "Umkippen" in eine Immunsuppression führen.
Jede immunstimulierende Therapie sollte "unter Sicht" erfolgen, was heißt, dass
der Zielparameter der Therapie, die "Immunfunktion" quantitativ erfasst und
kontrolliert werden sollte.
Bei fehlendem Effekt der Therapie auf die Funktion der Lymphozyten
(Zweituntersuchung üblicherweise nach 4-6-wöchiger Therapie) ist ein Austausch
des Präparates oder eine Änderung des Applikationsregimes vorzunehmen. Gleiches
gilt für eine nachlassende Wirksamkeit im weiteren Therapieverlauf
(Verlaufsuntersuchung wird quartalsweise empfohlen).

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Autor dieser Seite ist T.C. Hollmann - Last Update 170810
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