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NATURHEILZENTRUM T.C. HOLLMANN
EBV, CFS Schwerpunktzentrum Diagnostik - Therapie - Forschung. Seit 1980 in Wuppertal, Heilpraktiker
Histaminunverträglichkeit - Histaminose - Histaminintoleranz
- mindestens 1 % der Deutschen leiden darunter -


Histaminunverträglichkeit - Histaminose - Histaminintoleranz
    
                                                                                              

 

Histamin ist ein Gewebehormon und Botenstoff im Gehirn und man kennt den Begriff  vielleicht schon im Zusammenhang mit der Freisetzung bei Allergien und auch durch medikamentöse Histamin-Blocker, die Anti-histaminika. Das Bild oben zeigt wie ein Nahrungsallergen Histamin freisetzt. Was den Wenigsten bekannt ist: Es gibt auch histaminreiche Nahrungsmittel und Medikamente, die eine Freisetzung fördern. Histamin kann krank machen. Wir setzen zur Diagnose eine spezielle Stuhlanalyse ein und bestimmen die Diaminoxidase (DAO), sowie ggf. Histamin im Blut und Urin.

Die Symptome der Histaminwirkungen reicht von:

Histaminunverträglichkeit - Histaminose - Histaminintoleranz
© www.naturheilpraxis-hollmann.de

Fachbegriffe übersetzt:
- Nausea / Vomitus = Übelkeit / Erbrechen
- Vigilanz = Wachheit
- Hypotonie = niedriger Blutdruck
- Anaphylaxie = allergischer Schock
- Pruritus = Juckreiz

- Urtikaria = Nesselsucht
- Flush = anfallsweiser roter Kopf
- Tachykardie /Arrythmie = Herzrhythmusstörungen
- ZNS = Gehirn, zentrales Nervensystem
- Endothelpermeabilität = Durchlässigkeit bestimmter Gewebszellen
- nasale Obstruktion = verstopfte Nase
- Bronchokonstriktion = verengte Bronchien / Asthma
- Diarrhö = Durchfall
- Gastrointestinaltrakt = Magen-Darmtrakt
- Meteorismus = Blähungen
- Dysmenorrhoe = schmerzhafte Regel

Wer auf histaminreiche Nahrungsmittel wie Rotwein oder Emmentaler scheinbar typisch allergisch mit Flush, Kopfschmerzen oder Asthma reagiert, liefert in Allergietests unter Umständen trotzdem negative Ergebnisse. Grund für seine Beschwerden ist eine Histaminintoleranz, die auf einem Mangel an DAO, dem histaminabbauenden Enzym, beruht. Auf die Spur der Histaminintoleranz führt in der Regel bereits die Krankengeschichte. 

Das NMI-Portal schreibt dazu: "Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte es sich dabei nicht um eine genetisch bedingte, sondern um eine erworbene Erkrankung handeln, die bei ca. 1% der Bevölkerung auftritt. Circa 80% der Betroffenen sind Frauen, die meisten davon ab dem 40. Lebensjahr."

 

Auch eine rasch nach einem Insektenstich eintretende Anaphylaxie legt, so Dr. Jarisch, den Verdacht auf eine Histaminintoleranz nahe, insbesondere wenn Hautsymptome fehlen.

Eine schöne Übersicht findet sich hier.

Karenz (Weglassen) der Auslöser als Therapie muss sein:
Sofern Sie betroffen sind, sollten Sie folgende Histamin-Lieferanten ab sofort erst einmal ganz meiden.
Diese sind besonders reich an Histamin:

Wurstwaren:
- Dauerwurst
- Rohwurst
- Salami

- Schinken

Fisch:

- Thunfisch
- Sardine
- Hering
- Makrele
- Sardellen
- Tintenfisch

 Käse:
- Hartkäse
- Appenzeller
- Gouda
- Bergkäse
- Cheddar
- Edamer
- Emmentaler
- Parmesan
- Roquefort
- Harzer Käse
- Stilton englisch (Gorgonzola)
- Tilsiter
- Camembert

Obst:

- Bananen
- Erdbeeren
- Sauerkraut
- Spinat
- Tomaten

Spirituosen
:
- Rotwein
- Champagner /Sekt
- Desertwein / Weißwein
- Bier
- nicht wasserklare Schnäpse
- Rotweinessig
 Je älter und je wärmer das betr. Nahrungsmittel ist, desto höher der Histamingehalt.

Hier ist eine genauere Liste:
http://www.histaminintoleranz.ch
 


Histaminarme Ernährung erforderlich:

www.kofler-haut.at/pdf/HistaminNMMerkblatt.pdf

Und dann gibt es auch noch histaminfreisetzende Substanzen:
Konservierungsmittel:
- Na-, K- oder Ca-Benzoat (E210-213)
- Parahydroxybenzoesäureester (E214-219)
- Sorbinsäure (E200-203)
- Sulfite (E221-228)
Farbstoffe:
- Amaranth (E123)
- Chinolingelb (E104)
- Cochenillerot (E120)
- Erythrosin (E127)
- Indigotin (E132)
- Kurkumin (E100)
- Lactoflavin (E101)
- Patentblau (E131)
- Tartrazin (E102)
- Glutamat (E620-625)
Kupfer einnehmen!
Mangel an Kupfer, einem Baustein der Diaminoxidase, welche Histamin abbauen kann.
- ausserdem setzen wir noch 2-3 andere biologische Medikamente ein

Zu den schulmedizinischen Medikamenten, welche die DAO hemmen und somit den Histaminabbau stören, gehören in erster Linie:
Arzneimittel :
- ASS, Acetylsalicylsäure, Aspirin etc.
- NSAR Antirheumatische chemische Medikamente
- Muskelrelaxantien
- Acetylcystein (ACC)
- Ambroxol -. Schleimlöser
- Aminophyllin
- Amitriptylin - Antidepressivum
- Chloroquin
- Clavulansäure
- Isoniazid
- Metamizol
- Metoclopramid
- Propafenon
- Verapamil - Herzmittel


Was die Wenigsten wissen:
Histamin ist auch ein Neurotransmitter, also ein Botenstoff des Gehirns mit durchaus auch positiver Wirkung.
Histamin wird aus dem halbessentiellen Eiweißbaustein Histidin gebildet. Im Gewebe (Mastzellen) und Blut (Basophile) wirkt Histamin als Mediator allergischer Reaktionen. Es fungiert außerdem als Entzündungsvermittler und hemmt die zelluläre Immunaktivität, indem es eine Verschiebung von Th1 Immunbotenstoffen hin zu einer Th2 Dominanz anstößt (TH1>TH2-Shift).
Seit einigen Jahren ist gesichert, dass Histamin auch in Nervenzellen aus Histidin, das im Unterschied zu peripherem Histamin problemlos die Blut- Hirn-Schranke passiert, gebildet wird.
Als Neurotransmitter wirkt Histamin vorwiegend exzitatorisch (anregend) und aktivierend. Neuroinflammatorische Mediatoren wie die Neuropeptide (Substanz P, NPY), Entzündungsbotenstoffe ( Zytokine) wie IL-1, IL- 3, IL-8, oder physikalische Reize (Kälte, Wärme, Sport) können u.a. zur Histaminausschüttung führen. Histamin beeinflusst die Sekretion von Hormonen der Hirnanhangdrüse. In Stressituationen stimuliert es sowohl die hypophysäre ACTH-Ausschüttung als auch die hypothalamische CRH-Sekretion. Dadurch erhält die Nebenniere den Befehl, Cortisol = Streßhormon zu bilden
Histaminerge Neurone des Hypothalamus haben Schrittmacherfunktionen im ZNS, wirken bei der Schlaf-Wach- Regulation mit und modulieren die Aktivität vieler anderer Hirnregionen. Wie die anderen Neurotransmitter wird Histamin in präsynaptischen Vesikeln gespeichert. Mindestens 4 Histamin (HIS) -Rezeptorsubtypen sind bekannt. Über H1-Rezeptoren im Gehirn wirkt Histamin stimulierend, verbessert Wachheit, kognitive Leistungsbereitschaft und Aufmerksamkeit. Zentrale H2-Rezeptoren vermitteln ebenfalls aktivierende Effekte. Über H3(H4)-Rezeptoren wirkt Histamin downregulierend, moduliert die Aktivität von Serotonin und Dopamin und führt zur Stimmungsaufhellung und Leistungssteigerung.

 

Interessante Links:
- Symptome Wiki: Histamin-Intoleranz
- www.histaminintoleranz.ch
- Literatur, Kochbuch für Histaminintolerante



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